Versicherungs-1 x 1

Elementarversicherung

Sandsäcke vor einem Hochwassergebiet, im Hintergrund ist ein Schlauchboot zu sehen.

Eine Elementarversicherung ergänzt die Wohngebäude- oder Hausratversicherung um Schutz gegen Naturgefahren wie Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch, Erdbeben oder Schneedruck. Ob auch Starkregen automatisch eingeschlossen ist, hängt vom jeweiligen Tarif ab und sollte im Einzelfall geprüft werden. Die klassische Wohngebäudeversicherung deckt diese Risiken nicht ab: Sie greift nur bei Feuer, Leitungswasser, Sturm ab Windstärke acht und Hagel. Laut Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) sind aktuell 57 Prozent der Wohngebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert – Tendenz steigend, aber noch immer bleibt gut jedes dritte Gebäude ungeschützt. Wer sein Versicherungsportfolio nicht regelmäßig prüft, trägt Reparatur-, Sanierungs- und Unterbringungskosten im Schadensfall vollständig selbst.

Warum Starkregen und Überschwemmung ein wachsendes Risiko sind

Starkregenereignisse und Überflutungen haben in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Laut GDV-Naturgefahrenbilanz 2025 verursachten Naturgefahren in diesem Jahr Schäden von insgesamt rund 2,6 Milliarden Euro – davon 1,4 Milliarden Euro in der Sachversicherung durch Sturm, Hagel und Blitz sowie 500 Millionen Euro durch weitere Naturgefahren wie Starkregen und Überschwemmung. Zum Vergleich: 2024 lagen die Schäden noch rund 3 Milliarden Euro höher. Der GDV weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Rückgang „Glückssache“ war – langfristig zeigt der Trend eine deutliche Zunahme klimawandelbedingter Extremwetterereignisse.

Die klassische Wohngebäudeversicherung schützt Sie nicht bei Schäden aufgrund von Überschwemmung und Starkregen. Wer diese Risiken absichern will, braucht zwingend eine zusätzliche Elementarschadenversicherung – wichtig dabei: Nicht jeder Tarif schließt Starkregen automatisch mit ein, das sollten Sie vorab prüfen.

Was die Standard-Wohngebäudeversicherung abdeckt – und was nicht

Die Standard-Wohngebäudeversicherung deckt vier Gefahren ab: Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Beim Sturm greift der Schutz jedoch erst ab Windstärke acht. Starkregen, Hochwasser, Erdrutsch oder Erdbeben sind grundsätzlich nicht enthalten. Eine zusätzliche Elementarschadenversicherung kann diese Lücke schließen – ob Starkregen konkret mitversichert ist, unterscheidet sich jedoch von Tarif zu Tarif und gehört in jede individuelle Prüfung.

Das unterschätzte Rückstau-Risiko

Bei Starkregen können überlastete Kanalsysteme das Wasser zurück ins Haus drücken. Dieses Rückstauwasser verursacht häufig Schäden an Bausubstanz, Heizungs- und Stromanlagen – oft im hohen fünfstelligen Bereich. Wie Sie Ihr Gebäude technisch und versicherungstechnisch gegen Rückstau absichern, erklären wir ausführlich im Artikel Rückstau und Kanalüberlastung.

Nur 57 Prozent der Gebäude sind abgesichert

Trotz wachsendem Risiko klafft in Deutschland eine deutliche Versicherungslücke. Laut GDV waren Ende 2024 rund 57 Prozent der Wohngebäude gegen Überschwemmung, Starkregen und andere Naturgefahren versichert, bei der Hausratversicherung liegt die Quote bei nur 41 Prozent. Diese Lücke befeuert auch die politische Debatte um eine mögliche Pflichtversicherung gegen Elementarschäden – mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Solidarität oder Eigenverantwortung? Die gesellschaftliche Debatte.

Welche Gefahren sind versicherbar?

Eine Elementarversicherung deckt typischerweise folgende Gefahren ab:

  • Starkregen, Überschwemmung und Rückstau
  • Hochwasser
  • Schneedruck, Lawinen, Erdrutsch
  • Erdsenkung
  • Erdbeben
  • Vulkanausbruch

Sie ist als Zusatzbaustein zur Wohngebäude- und Hausratversicherung konzipiert und lässt sich nur als Erweiterung dieser Versicherungen abschließen, nicht eigenständig. Welche der genannten Gefahren im Detail eingeschlossen sind – etwa Starkregen –, unterscheidet sich je nach Tarif und Anbieter und sollte vor Abschluss geprüft werden. Im Schadensfall übernimmt die Elementarversicherung die Kosten für Reparaturen, Trockenlegung, Sanierung, alternative Unterkünfte und Mietausfälle.

Jetzt den Gefahren-Check für Ihre Region machen:

Der GDV stellt kostenlose Online-Checks bereit, mit denen Sie das Naturgefahren- und Hochwasserrisiko für Ihre Adresse einschätzen können:

Naturgefahren-Check: https://www.dieversicherer.de/...

Hochwasser-Check: https://www.dieversicherer.de/...


Kloeber portraitfotos 240603 Sven Thiele web

Ihr persönlicher Ansprechpartner bei Klöber

Sven Thiele, unser Experte für Wohngebäudeversicherungen und Geschäftsführer der Klöber Versicherungsmakler Privat GmbH, ist Spezialist für den umfassenden Versicherungsschutz Ihrer Immobilie.

„Mit der Erweiterung Ihrer Wohngebäudeversicherung um eine Elementarschadenversicherung, schützen Sie Ihre Immobilie vollumfänglich gegen das stetig größer werdende Risiko von Naturgefahren.“

Nutzen Sie die kostenfreie Erstberatung, um Ihren bestehenden Versicherungsschutz zu prüfen.

Häufige Fragen zur Elementarversicherung

Was ist eine Elementarversicherung genau?

Eine Elementarversicherung ist eine Zusatzversicherung zur Wohngebäude- oder Hausratversicherung. Sie deckt je nach Tarif Schäden durch Naturgefahren wie Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck, Lawinen, Erdbeben und Vulkanausbruch ab. Ob Starkregen automatisch eingeschlossen ist, unterscheidet sich von Tarif zu Tarif – das sollten Sie vorab prüfen lassen.

Deckt die Wohngebäudeversicherung Starkregenschäden ab?

Nein. Die klassische Wohngebäudeversicherung deckt nur Feuer, Leitungswasser, Sturm ab Windstärke acht und Hagel ab. Schäden durch Starkregen, Überschwemmung oder Hochwasser sind ausgeschlossen. Eine zusätzliche Elementarschadenversicherung kann diese Lücke schließen, allerdings ist Starkregen nicht bei jedem Tarif automatisch mitversichert – prüfen Sie das im Vorfeld.

Was passiert bei Rückstau durch eine überlastete Kanalisation?

Läuft bei Starkregen die Kanalisation über, kann Wasser zurück ins Gebäude gedrückt werden und Bausubstanz, Heizungs- und Stromanlagen beschädigen. Solche Rückstauschäden können über die Elementarversicherung abgedeckt sein, nicht über die Standard-Wohngebäudeversicherung – ob und in welchem Umfang, hängt vom individuellen Tarif ab.

Wie viele Gebäude in Deutschland sind gegen Elementarschäden versichert?

Laut GDV waren Ende 2024 rund 57 Prozent der Wohngebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert. Bei der Hausratversicherung liegt die Quote mit rund 41 Prozent noch niedriger.

Ist eine Elementarversicherung in Deutschland Pflicht?

Aktuell nicht. Der Abschluss ist freiwillig, wird aber angesichts zunehmender Extremwetterereignisse politisch diskutiert. Wer sein Risiko realistisch einschätzt, sollte die Absicherung schon jetzt prüfen – ganz gleich, ob es künftig zu einer Pflicht kommt.

Noch Fragen?

Kontakt

Wie sollen wir uns bei Ihnen melden?
Einwilligung 

* Diese Angaben sind Pflichtfelder

Klöber Versicherungsmakler GmbH

Rößlerstraße 90
64293 Darmstadt
Tel 06151 36092-0
Fax 06151 36092-99
info@kloeber-vm.de

Niederlassung Mannheim
Q7 24
68161 Mannheim


Wir freuen uns über

Kununu-Bewertungen von Klöber Versicherungsmakler

Wertschätzung und Teamgeist – 
dafür stehen wir.

Weiterbildung für Hausverwaltungen von Klöber

Haftungssicherheit

Dieses Unternehmen wird von der Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte betreut und beraten.