Flip Flops, High Heels und barfuß – was die Praxis zeigt
Die rutschige Wahrheit über Flip Flops
Flip Flops sind die Klassiker unter den
problematischen Autofahrer-Schuhen. Der lockere Sitz sorgt dafür, dass sie sich
gerne mal zwischen den Pedalen verklemmen oder beim Bremsen einfach vom Fuß
rutschen. Besonders tückisch: Nasse Flip Flops nach dem Schwimmbadbesuch
verwandeln sich in regelrechte Rutschbahnen. Was als entspannte Fahrt beginnt,
kann so schnell zum Albtraum werden.
Warum High Heels keine hohen Chancen lassen
High Heels mögen stylisch aussehen, am Steuer sind
sie jedoch eine echte Gefahr. Der schmale Absatz kann sich zwischen den Pedalen
verhaken, und die ungewohnte Fußstellung macht präzises Dosieren von Gas und
Bremse nahezu unmöglich. Dazu kommt: Bei einem Vollbremsmanöver kann der Absatz
abbrechen – mit fatalen Folgen für die Reaktionszeit.
Barfuß – der unterschätzte Kontrollverlust
"Barfuß hat man doch das beste Gefühl für die
Pedale!" – ein weit verbreiteter Mythos. Tatsächlich fehlt ohne Schuhsohle
die gewohnte Kraftübertragung, und bei schwitzigen Füßen wird das Pedal zur
Rutschpartie. Außerdem sind nackte Füße bei einem Unfall völlig ungeschützt –
Verletzungen durch scharfe Metallteile oder heißes Metall sind programmiert.
Praxistest beweist die Risiken: Wie der ADAC unter Berufung auf einen Test des Österreichischen Automobil-Clubs (ÖAMTC) berichtet, führte dieser einen wissenschaftlichen Test durch, bei dem Fahrer verschiedene Manöver mit unterschiedlichem Schuhwerk absolvierten. Das Ergebnis war eindeutig: Bei Notbremsungen lieferten Flip Flops und barfuß fahren die schlechtesten Ergebnisse – der nötige schnelle Druck auf die Pedale konnte nicht ausgeübt werden. High Heels waren ebenfalls problematisch: Eine dosierte Zielbremsung war nicht möglich, da der Pedalwiderstand nicht mehr spürbar war.