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Dach und Fassade nach dem Winter prüfen: So schützen Sie Ihr Gebäude vor Sturm- und Folgeschäden


Im Februar wirkt vieles am Gebäude unspektakulär.
Die Stürme des Winters sind meist vorüber, das Frühjahr hat noch nicht begonnen. Genau in dieser Phase wird häufig darüber nachgedacht, ob das Dach noch in Ordnung ist oder man doch mal genauer hinschauen sollte.

Diese scheinbare Ruhe macht die Zeit nach dem Winter zu einem entscheidenden Prüfzeitpunkt.

Inhaltsverzeichnis

1. Warum der Februar für die Gebäudeprüfung entscheidend ist 

2. Dach und Fassade nach dem Winter richtig einschätzen 

3. Übergänge und Anschlüsse als typische Schwachstellen 

4. Keller, Sockel und Feuchtigkeit frühzeitig erkennen 

5. Entwässerung und Dachrinnen nicht unterschätzen 

6. Versicherungstipp des Monats: Wohngebäudeversicherung und Instandhaltung 

7. Fazit: Jetzt prüfen, bevor das Wetter entscheidet



Warum der Februar für die Gebäudeprüfung entscheidend ist

Der Februar markiert den Übergang vom Winter zur stärkeren Frühjahrsbelastung.
Frost, Wind und Feuchtigkeit haben über Wochen auf Dächer, Fassaden und Anschlüsse eingewirkt, während die anhaltenden Regenphasen des Frühjahrs meist noch ausbleiben.
Genau diese Konstellation macht den Februar für Gebäude besonders aufschlussreich.
In dieser ruhigen Phase zeigt sich, wie gut ein Gebäude den Winter überstanden hat. Kleine Auffälligkeiten fallen jetzt auf, bevor sie sich unter stärkerer Witterung zu echten Schäden entwickeln. Wer in dieser Phase prüft, handelt präventiv und nicht erst dann, wenn Feuchtigkeit bereits eingedrungen ist.

Viele Schäden an Dach und Fassade entstehen tatsächlich nicht plötzlich, sondern entwickeln sich schleichend über Wochen oder Monate.


Dach und Fassade nach dem Winter richtig einschätzen

Über den Winter wirken erhebliche Kräfte auf die Gebäudehülle, also auf Dach, Fassade und weitere Außenbauteile. Temperaturschwankungen führen dazu, dass sich Materialien ausdehnen und wieder zusammenziehen. Wind belastet Dachflächen und Abdeckungen dauerhaft. Frost kann bestehende Schwachstellen verstärken.
Sturm- und Folgeschäden, wie zum Beispiel Feuchteschäden, Durchfeuchtung, Wassereintritt, entstehen häufig nicht durch ein einzelnes Extremereignis, sondern durch das Zusammenspiel aus Vorschäden, Witterung und fehlender Instandhaltung.
Im Februar zeigen sich diese Belastungen häufig in Form kleiner Veränderungen.
Dachziegel sitzen nicht mehr exakt, Abdeckungen haben sich leicht verschoben oder bereits vorhandene feine Risse in der Fassade werden deutlicher sichtbar.
Solche Auffälligkeiten wirken auf den ersten Blick harmlos, sind aber ernst zu nehmen. Sie weisen darauf hin, dass Wasser bei anhaltendem Regen leichter eindringen kann.
Nicht jede sichtbare Auffälligkeit ist sofort ein Schaden. Entscheidend ist, sie jetzt wahrzunehmen, richtig einzuordnen und im Blick zu behalten.


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Checkliste zum Artikel

Die wichtigsten Prüfpunkte für den Februar haben wir kompakt zusammengefasst.
Checkliste herunterladen: Gebäudecheck nach dem Winter (PDF)


Übergänge und Anschlüsse als typische Schwachstellen

Besonders sensibel reagieren Übergangsbereiche. Dazu zählen Anschlüsse an Gauben, Kamine und Attiken, also die aufstehenden Randabschlüsse von Flachdächern sowie Photovoltaikanlagen. Sie sind besonders anfällig, weil dort unterschiedliche Materialien und Bauteile aufeinandertreffen.
Nach dem Winter lohnt sich ein gezielter Blick auf diese Stellen. Kleine Undichtigkeiten entstehen häufig genau dort, wo sie zunächst kaum auffallen. Was im Februar nur als minimale Verschiebung oder feine Spur sichtbar ist, kann im Frühjahr bereits zu Durchfeuchtung führen.


Keller, Sockel und Feuchtigkeit frühzeitig erkennen

Während Dach und Fassade von außen geprüft werden, liefern Keller- und Sockelbereiche wichtige Hinweise von innen. Feuchte Gerüche, leichte Verfärbungen an Wänden oder ein veränderter Klang beim Abklopfen sind typische Warnsignale. Sie deuten nicht zwingend auf einen akuten Schaden hin, zeigen aber, dass Feuchtigkeit wirkt.

Gerade im Februar ist der Zeitpunkt günstig, diese Hinweise ernst zu nehmen. Der Boden ist häufig noch stark durchfeuchtet und kann kaum weiteres Wasser aufnehmen. Schmelzwasser erhöht zusätzlich den Feuchtigkeitsdruck, während der starke Dauerregen meist noch ausbleibt. Wer jetzt dokumentiert, etwa durch Fotos oder kurze Prüfvermerke, und Veränderungen beobachtet, erkennt Entwicklungen frühzeitig.

Entwässerung und Dachrinnen nicht unterschätzen

Dachrinnen, Fallrohre und Übergänge zwischen Gebäude und Außenflächen spielen im Frühjahr eine zentrale Rolle. Verstopfungen aus dem Herbst oder Schäden durch Frost zeigen sich oft erst dann, wenn größere Wassermengen abfließen müssen.

Der Februar ist ein sinnvoller Zeitpunkt, um diese Bereiche zu prüfen und Versäumtes nachzuholen. So lassen sich Überläufe, Durchfeuchtung der Fassade oder Feuchteschäden im Sockelbereich vermeiden, bevor die regenreichere Zeit beginnt.

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Klöbi-Versicherungstipp des Monats:

Wohngebäudeversicherung und Instandhaltung

Die Wohngebäudeversicherung schützt vor vielen Schäden durch Sturm, Leitungswasser, Hagel oder Feuer. Voraussetzung ist jedoch eine ordnungsgemäße Instandhaltung des Gebäudes. Schäden, die auf bekannte, länger bestehende Mängel oder unterlassene Wartung zurückzuführen sind, können im Schadenfall zu Rückfragen oder Einschränkungen bei der Regulierung führen. In der Beratung zeigt sich häufig, dass bauliche Prüfungen und Versicherungsschutz nicht aufeinander abgestimmt sind. Eine regelmäßige Einordnung beider Seiten hilft, spätere Diskussionen im Schadenfall zu vermeiden.

Gerade deshalb ist der Zeitpunkt nach dem Winter besonders wichtig. Wer jetzt prüft, dokumentiert und notwendige Maßnahmen einleitet, kommt seinen Pflichten nach. Für Hausverwaltungen bedeutet das Absicherung gegenüber Eigentümergemeinschaften. Für private Eigentümer schafft es Sicherheit, nicht nur baulich, sondern auch versicherungstechnisch.

Im Schadenfall entscheidet oft nicht die Ursache allein, sondern ob ein Schaden als plötzlich oder als Folge mangelnder Instandhaltung bewertet wird.


Fazit: Jetzt prüfen, bevor das Wetter entscheidet

Der Unterschied zwischen einem überschaubaren Mangel und einem kostspieligen Schaden liegt häufig im Zeitpunkt des Handelns. Der Februar bietet die Chance, Schwachstellen zu erkennen, bevor das Frühjahr sie verschärft.

Wer jetzt hinschaut, handelt vorausschauend.
Wer jetzt prüft, reduziert Folgekosten.
Und wer jetzt vorsorgt, gibt Schäden weniger Angriffsfläche.


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Wir unterstützen Sie dabei, Risiken realistisch einzuordnen und den bestehenden Versicherungsschutz zu überprüfen.

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