Übergänge und Anschlüsse als typische Schwachstellen
Besonders sensibel reagieren Übergangsbereiche. Dazu zählen Anschlüsse an Gauben, Kamine und Attiken, also die aufstehenden Randabschlüsse von Flachdächern sowie Photovoltaikanlagen. Sie sind besonders anfällig, weil dort unterschiedliche Materialien und Bauteile aufeinandertreffen.
Nach dem Winter lohnt sich ein gezielter Blick auf diese Stellen. Kleine Undichtigkeiten entstehen häufig genau dort, wo sie zunächst kaum auffallen. Was im Februar nur als minimale Verschiebung oder feine Spur sichtbar ist, kann im Frühjahr bereits zu Durchfeuchtung führen.
Keller, Sockel und Feuchtigkeit frühzeitig erkennen
Während Dach und Fassade von außen geprüft werden, liefern Keller- und Sockelbereiche wichtige Hinweise von innen. Feuchte Gerüche, leichte Verfärbungen an Wänden oder ein veränderter Klang beim Abklopfen sind typische Warnsignale. Sie deuten nicht zwingend auf einen akuten Schaden hin, zeigen aber, dass Feuchtigkeit wirkt.
Gerade im Februar ist der Zeitpunkt günstig, diese Hinweise ernst zu nehmen. Der Boden ist häufig noch stark durchfeuchtet und kann kaum weiteres Wasser aufnehmen. Schmelzwasser erhöht zusätzlich den Feuchtigkeitsdruck, während der starke Dauerregen meist noch ausbleibt. Wer jetzt dokumentiert, etwa durch Fotos oder kurze Prüfvermerke, und Veränderungen beobachtet, erkennt Entwicklungen frühzeitig.
Entwässerung und Dachrinnen nicht unterschätzen
Dachrinnen, Fallrohre und Übergänge zwischen Gebäude und Außenflächen spielen im Frühjahr eine zentrale Rolle. Verstopfungen aus dem Herbst oder Schäden durch Frost zeigen sich oft erst dann, wenn größere Wassermengen abfließen müssen.
Der Februar ist ein sinnvoller Zeitpunkt, um diese Bereiche zu prüfen und Versäumtes nachzuholen. So lassen sich Überläufe, Durchfeuchtung der Fassade oder Feuchteschäden im Sockelbereich vermeiden, bevor die regenreichere Zeit beginnt.